DJK Seniorenwanderung 2017 – Kreisverband Würzburg zu Gast in Karbach

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DJK Seniorenwanderung 2017 – Kreisverband Würzburg zu Gast in Karbach

Bei herrlichem Sonnenschein (sprich dem heißesten Tag der Woche – um 10 Uhr schon um die 26 Grad!) erkundeten gut 60 engagierte Wanderer des DJK Kreisverbandes Würzburg, das Mühlental des Karbachs sowie das ehemalige Kloster Mattenstatt (Mordenstadt) gegenüber Hafenlohr.

Geführt wurde die Schar durch den langjährigen, örtlichen DJK-Vorsitzenden sowie Ehrenmitglied Siegfried März. Kenntnisse über die insgesamt 17 Mühlen und das ehemalige Klösterlein vermittelte Josef Laudenbacher.

Für die Verpflegung der Gäste, sorgte DJK-Vorstandsmitglied Charly Ziegler und Wolfgang Schüppert.Gaby Rothenbucher, „Chefin“ des DJK-KV Würzburg, sowie Rudi Krebs, Seniorenbeauftragter des DJK-DV Würzburg, organisieren hervorragend die Wanderungen. Sie bilden den „Knoten im Netzwerk“. Die DJK Karbach hat die Seniorenwanderung für den Kreisverband Würzburg nach 2015 zum zweiten Male ausgerichtet.Der Ehrenvorsitzende der örtlichen DJK, Siegfried März, begrüßte zusammen mit Edgar Lang (Tiefenthal), Diözesanvorsitzender, die über 60 Gäste,bevor Siegfried März die Führung übernahm.

Das Karbachtal war einst mit insgesamt 17 Mühlen am Karbach entlang, ein Mühlenzentrum. Heute noch zum Teil mit Mühlrad und Mahleinrichtung erhalten sind auf Karbacher Gemarkung beginnend die zwei Neu- oder Vogelsmühlen, die früher dem kleinen Adelsgeschlecht „Kottwitz von Aulenbach“ gehörten. Die beiden Königsmühlen, in Karbach, am südöstlichen Ortsrand, dann die beiden „Mittelmühlen am Steinbrunnen“, auch Vogels- oder Ittensohnsmühle genannt. In letzterer wird wieder Strom erzeugt. Die Breit- oder Schüppertsmühle, ab 1280 als Domvikariatsmühle erstmals erwähnt, konnten wir besichtigen. Gut erhalten sind noch die alten Mühleinrichtungen und Transmissionen. Durch Umbaumaßnahmen musste eine neue Fischtreppe errichtet werden. Ein neues Mühlrad dreht sich wieder und erzeugt Strom aus Wasserkraft.Weiter am Karbach entlang, dem Main zu, erscheinen dann die beidenFuchsenmühlen Richtung Zimmern, und schließlich die einstigenbeiden Hessen- oder Evangelistenmühlen. In der Hessenmühle wechselten in 400 Jahren die Besitzer 22 mal. Der Immobilienkaufmann Adami aus Würzburglies u.a die weltbekannte Musikgruppe ABBA zur Freude vieler geladener Gäste aufspielen. Die einstigen vier Mühlen, wie die Neumühle (Familie Pfeuffer), Holz- (Familie Ehehalt), Rosen- (Familie Kneipp) und Brunnenmühle (Familie Nüchtern), vor der Hessenmühle und Rothenmühle liegen auf der Gemarkung Roden. Hinzu kam noch die Schmittsmühle und eine Sägemühle vor Zimmern. Rund um die Mühlen wußte Laudenbacher lustige Episoden der einstigen Besitzer zu erzählen: Von ihrer Streitfreudigkeit und verschwundenen Schinken.Pünktlich mit dem 12 Uhr läuten, der Pfarrkirche Zimmern und gegenüber von der Pfarrkirche Rothenfels, trafen wir zu einer Erfrischungspause, auf der „Sonnenseite von Rothenfels“, an der ehemaligen Fähre, ein. Die Pause tat allen, aufgrund der hohen Temperaturen sichtlich gut.Danach führte uns der Weg zum einstigen Kloster Mattenstatt, wo 1998 die Verlegerfamilie Horst Bröstler die Kapelle St.-Kilian errichten lies, nachdem die Marktgemeinde Karbach, in der Gebietsreform ab 1972, Grund und Boden, der bis in die Mitte des Maines reichte, zugunsten Marktheidenfeld/Zimmern abgetreten hatte. An diesem geschichtsträchtigen Ort soll um 1210 eine blutige Schlacht zwischen den Fürstbischöfen von Mainz und Würzburg und dem fränkischen Adel getobt haben. 1224 wurde zur Erinnerung der Grundstein für eine Kapelle gelegt und 1226 dem Heiligen Blasius und Eucharius geweiht. Mattenstatt wurde zu einem beliebten Wallfahrtsort. Die Mainfährenrechte in der Nähe gehörten dem Kloster. 1520 erwähnt auch Albrecht Dürer auf seiner Main-Reise in die Niederlande dieses kleine Kloster.1558 erlischt das klösterliche Leben. 1610 läßt Fürstbischof Julius Echter das Kloster abbrechen. Die Mauersteine, u.a. die Grundsteine, werden mit dem Schiff flussaufwärts nach „Rottenfels“ gebracht und dort in die neue Stadtpfarrkirche 1614 eingemauert. Die eine Hälfte auf dem Kopf stehend. 1983 wurde die Überreste von Mauern frei gelegt; 1984 ein Sandsteinblock zur Erinnerung eingeweiht und archäologische Ausgrabungen durchgeführt. Hier reihte Laudenbacher die Sage vom hl. Blasius ein, den die Hafenlohrer aus dem Kloster gestohlen und in ihre Pfarrkirche, die Jacobus dem Älteren geweiht ist, aufgestellt hatten. Doch Blasius rutschte, weil es ihm hier nicht gut genug ging, im Winter über den zugefrorenen Main wieder in sein Domizil zurück. Als die Hafenlohrer ihm aber einen Gedenktag versprachen blieb er auch dort. Die über 750 Jahre alte spätromanische Statue in goldenem Hintergrund, ist auch heute noch ein Blickfang in St.-Jacobus in Hafenlohr.

Ein kurzer besinnlicher Text von Gaby Rothenbucher „Du bist wertvoll“ brachte auch die 3 Säule der DJKan diesem Geschichtsträchtigen Ort, zum tragen. Eine Reihe von Bildstöcken, auf der Wanderung, erweckten das Interesse. Wandern macht Durst und Appetit, wie man im Tennisheim der DJK bei der Schlussrast erleben konnte, wo die Wandergruppe von der DJK-Küchenmannschaft verköstigt wurde. Bevor es dann „ÖBBES“ zu Essen gab, wurde von Gaby Rothenbucher das bekannte alte fränkische Wort:„ÖBBES“ genauer unter die Lupe genommen! Vielem davon konnten die Gäste mit einem Augenzwinkern zustimmen. Wonach dann alle weiteren Aussagen mit dem „ÖPPES“ geschmückt wurden.

Das gebotene „Gesamtpaket“ hat offenbar allen Gästen ausnahmslos gefallen. Der Kreisverband Würzburg dankt der DJK Karbach für diesen schönen Tag.

Text: Josef Laudenbacher und „Öbbes“ von Gaby Rothenbucher

By | 2017-11-23T23:22:28+00:00 17. September 2017|Categories: DJK Gesamtverein, Veranstaltung|Kommentare deaktiviert für DJK Seniorenwanderung 2017 – Kreisverband Würzburg zu Gast in Karbach